Bei der Kennzeichnung eines Konflikts als religios ist das Ende des argumentativen Diskurses schnell erreicht. Vor diesem Hintergrund wird anhand der Schreiben von Grossen der judischen Interessenvertretung in der Fruhen Neuzeit untersucht, wie das Verhaltnis zwischen der Formulierung einer handlungsorientierten Ansprache gegenuber christlichen Funktionstragern und ihrem Umgang mit der Thematik der Glaubenszugehorigkeit und -ausubung zu charakterisieren ist. Aufbau und Inhalt werden mithilfe von Genettes Erzahlebenen und Entmans Framing-Ansatz untersucht. Jonna-M. Mader ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am "CERES" der Ruhr-Universitat Bochum. Interessenschwerpunkte sind judische Geschichte, judisch-christliche Beziehung, Antisemitismus.