Er ist ein so bewundertes wie gefurchtetes Ausnahmetalent. Der Pionier der Kunstlichen Intelligenz, der Vordenker des Personal Computers, der Erfinder der Spieltheorie und Geburtshelfer der Atombombe beim Manhattan-Projekt: John von Neumann. Sein Wirken umfasst das 20. Jahrhundert, seine Geschichte handelt von einem exzentrischen Geist, der alle Grenzen des Denkbaren sprengt und die Welt aus den Fugen hebt. Auf meisterhafte Art verknupft MANIAC John von Neumanns Schicksal mit dem des gepeinigten Physikers Paul Ehrenfest, der im Deutschland der 1930er Jahre zunehmend panisch den Einzug des tyrannischen Irrationalen vorhersieht, und endet mit einem Zweikampf zwischen Mensch und Maschine: dem weltbesten koreanischen Go-Spieler Lee Sedol und der Kunstlichen Intelligenz AlphaGo. In ihr kulminiert die Vision von Neumanns: eine autonome Maschine, eine Intelligenz, die sich ganzlich der menschlichen Kontrolle entzieht ... Welche Rolle werden die Maschinen unserer Spezies kunftig zugestehen? Oder werden sie es uberhaupt? Packend erzahlt MANIAC von den dunklen Spharen des vergangenen Jahrhunderts und seinen brillantesten Denkern. In seinem neuen Roman konfrontiert uns der international gefeierte Benjamin Labatut mit einer der großen Fragen unserer Zeit.